Sonntag, 14. Dezember 2008

Omaha Hi/Lo Poker

Omaha Poker ist ein spannendes Spiel, an welchem sich alle Poker Fans erfreuen können. Spielt man bereits Texas Hold'em im Internet, so ist man eventuell auch daran interessiert, Omaha auszuprobieren.


Mit dem Omaha Spielen beginnen

Um Online Omaha zu spielen, muss man zuerst die Regeln kennen. Es erweist sich als besonders einfach, Omaha zu spielen, wenn man bereits Texas Hold'em kennt, obwohl die Strategien sehr unterschiedlich ausfallen. Omaha besitzt die gleiche Struktur, aber man erhält hier vier anstatt zwei Karten. Anders als bei Texas Hold'em muss man bei Omaha genau zwei (von den vier) Karten in der Hand benutzen und mit genau drei auf dem Tisch liegenden Gemeinschaftskarten kombinieren. Diese kleine Regeländerung gegenüber Texas Hold'em Poker lässt einen komplexen Unterschied in den Strategien entstehen.


Online Omaha spielen

Wenn man sich erst einmal an einer Lieblings-Online Casino Seite eingeloggt hat und bereit ist, Omaha in Angriff zu nehmen, wird man einige Entscheidungen treffen müssen. Nicht nur (wie auch in Hold'em) was den Einsatz und die Limits betrifft, sondern auch, ob man Cash Game oder ein Turnier spielen möchte. Omaha wird entweder als Fixed-Limit oder Pot-Limit angeboten. No-Limit ist zwar möglich, aber die Beschaffenheit der Spiels ist oft so, dass man auf dem Flop alles setzt, oder called, wenn jemand bereits einen Pre-Flop Bet gemacht hat. Das bewirkt, dass einige Spiele kürzer ausfallen, als manche Spieler es sich vorgestellt hatten. Eine weitere Auswahlmöglichkeit besteht zwischen regulärem Omaha und Omaha Hi/Lo.


Omaha Hi/Lo im Internet

In Omaha Hi/Lo Poker wird der Pot aufgeteilt zwischen der besten und der schlechtesten Hand. Straights und Flushes werden bei der Bildung niedriger Hände nicht beachtet, die beste niedrige Hand ist also A 2 3 4 5, auch "Wheel" genannt. Die Pots fallen bei diesen Spielen oft sehr groß aus, da die meisten Spieler mindestens einmal die Chance auf den Pot erhalten.

Freitag, 6. Juni 2008

Gewinnwahrscheinlichkeiten der Poker-Starthände

Die fünf wichtigsten Wahrscheinlichkeiten, die jeder Texas Holdem Spieler auswendig wissen muss, um erfolgreich pokern zu können, sind die ungefähren...

Gewinnwahrscheinlichkeiten von Starthänden
bei Texas Holdem Poker gegen einen Gegner
("heads-up starting-hand odds")


Besonders in späten Phasen von Poker-Turnieren, wenn die Blinds so hoch sind, dass viele Hände schon vor dem Flop entschieden werden, sind diese Zahlen sehr wichtig.

Weil sie mir "nicht verständlich genug beigebracht" wurden hatte ich anfangs Schwierigkeiten, mir die Wahrscheinlichkeiten zu merken. Dabei ist es eigentlich gar nicht so schwer, denn...


Vereinfacht kann man sich die Werte der verschiedenen Situationen besonders leicht einprägen:

Over-pair
4 : 1

Dominated
3 : 1

Middle-pair oder Over-cards (ohne Paar beim Gegner)
2 : 1

Eine Overcard (ohne Paar beim Gegner)
3 : 2

Under-pair (Overcards gegen Paar beim Gegner)
1 : 1


Das ist eigentlich schon alles, was man sich merken muss!


Und wenn man mehr wissen möchte... genauere Werte mit konkreten Beispielen folgen:

Paar gegen Under-cards,
z.B. AA gegen 76
4,5 : 1 (82% : 18%)

Paar gegen Paar,
z.B. AA gegen KK
4 : 1 (80% : 20%)

Dominierte Hände,
z.B. AK gegen AQ oder KT gegen QT
3 : 1 (75% : 25%)

Paar gegen Over-card plus Under-card,
z.B. KK gegen A2 oder 66 gegen K5
2,3 : 1 (70% : 30%)

Over-cards gegen Under-cards,
z.B. AK gegen 72
2 : 1 (65% : 35%)

Over-card plus Under-card gegen Middle-cards,
z.B. A2 gegen T8
3 : 2,3 (57% : 43%)

Over-card plus Middle-card gegen höhere Middle-card plus Under-card
z.B. T8 gegen 97 oder A5 gegen K2
3 : 2 (60% : 40%)

Paar gegen Overcards,
z.B. 66 gegen AK
1 : 1 (50% : 50%)


Ein schnelles Rechenbeispiel für die Anwendung:

Man hat 43 (eine 4 und eine 3),
ist im Big Blind ($2) und
der Gegner im Small Blind ($1)
erhöht all-in auf $8.

Im Pot sind dadurch $10 ($2 + $8).
Man müsste noch $6 ($8 - $2) zahlen
um die Hand zu spielen.

Jetzt geht man folgendermaßen vor:

1. Gegnerische Hand abschätzen:
Zum Beispiel:
"Over-pair oder Over-cards (gegen die Under-cards, die man selbst hat)"

2.
Gewinnwahrscheinlichkeiten abschätzen:
Over-pair
4 : 1
Over-cards (ohne Paar beim Gegner)
2 : 1
Wenn man unsicher ist, ob der Gegner Over-cards oder ein Over-pair hat, kann man den Mittelwert nehmen, das ist dann
3 : 1

3. Pot-Odds abschätzen:
Im Beispiel:
$10 : $6 (enspricht
5 : 3 oder circa
3,3 : 2 oder circa
2,5 : 1,5 oder circa
1,7 : 1)

4. Gewinnwahrscheinlichkeit mit Pot-Odds vergleichen:
Sind die Pot-Odds (also der Gewinn im Vergleich zum noch zu bringenden Einsatz) größer als die Gewinnwahrscheinlichkeit, dann lohnt sich der Call (streng mathematisch gesehen, also ohne Berücksichtigung weiterer Aspekte z.B. wie dem eigenen Stacksize in einem Turnier).

Im beschriebenen Fall hat man die Möglichkeit, für den eigenen, noch zu bringenden Einsatz das 1,7-fache dieses Einsatzes zu gewinnen ("Pot-Odds von 1,7 zu 1", man "bekommt 1,7 zu 1 für sein Geld").

Die Wahrscheinlichkeit dafür beträgt aber nur zwischen "2 zu 1" und "4 zu 1", also ca. "3 zu 1"(zugunsten des Gegners).

"3" ist größer als "1,7", deshalb ist die mathematisch korrekte Aktion in diesem Beispiel ein "Fold": man sollte die eigenen Karten wegschmeißen.


Ein Tipp für vereinfachte Berechnungen:

Oft ist es weniger schwer mit den Gewinnwahrscheinlichkeiten zu rechnen als mit den Pot-Odds.

Wenn man also wie im ersten Beispiel $10 durch den Einsatz von $6 gewinnen kann, ist es nicht nötig, dieses Verhältnis (von "10 : 6" auf "1,7 : 1") umzurechnen, um es mit der Gewinnwahrscheinlichkeit zu vergleichen.

Man kann auch stattdessen die Gewinnwahrscheinlichkeit (z.B. "3 : 1") auf den zu erwartenden Gewinn ("10") hochrechnen:
3 : 1 =
10 : 3,33

Dadurch kann man wie auch bei der Berechnung im ersten Beispiel erkennen, dass die eigene Gewinnwahrscheinlichkeit ("10 zu 3,33") niedriger ist als die Pot-Odds ("10 zu 6").

Auch so lässt sich also erkennen, dass sich ein Call in diese Situation mathematisch nicht lohnt, weil "6" (der Betrag, den man zahlen müsste) größer ist als "3,33".


Wären die Blinds im Beispiel doppelt so hoch, dann wäre das Resultat ein anderes:

Man hat 43 im Big Blind ($4) und
der Gegner im Small Blind ($2)
erhöht all-in auf $8.

Im Pot sind dadurch $12 ($4 + $8).
Man müsste noch $4 ($8 - $4) zahlen
um die Hand zu spielen.

1.
Der Gegner hat Over-pair oder Over-cards.

2.
Die Pot-Odds betragen $12 : $4 = 3 : 1.

3.
Die Gewinnwahrscheinlichkeit beträgt zwischen 4 : 1 und 2 : 1, also ca. 3 : 1.

4.
Mathematisch gesehen ist in diesem Beispiel deshalb ein "Call" in Ordnung.

Also merken! ->
Die Gewinn-Wahrscheinlichkeiten der Starthände bei Texas Holdem Poker sind:

1. Niedrigeres Paar (gegen höhere Karten ohne Paar):
1 zu 1

2. Mittleres Paar oder höhere Karten (ohne Paar):
2 zu 1

3. Eine höhere Karte (ohne Paar beim Gegner):
3 zu 2

4. Dominierend bzw. dominiert (eine gemeinsame Karte):
3 zu 1

5. Höheres Paar:
4 zu 1


Ich hoffe du findest diese Informationen nützlich.
Viel Erfolg und große Poker-Gewinne!

Donnerstag, 1. Mai 2008

Poker-Hilfe Blog geht online

Hallo liebe Poker-Freunde,

in diesem Blog werde ich Poker-Tipps und -Tricks veröffentlichen, Poker-Fragen beantworten und Poker-Hilfen geben.

Okay, zugegeben: ich habe noch nicht sehr viel Erfahrung mit Blogs. Aber mit Pokern kenne ich mich gut aus. Wenn ihr mir also ein bisschen helft, dieses zu einem guten Blog zu machen (Tipps und Kommentare sind immer willkommen!), dann kann, will und werde ich euch helfen, erfolgreiche(re) Pokerspieler zu werden.

Fangen wir an!
Euer
"Poker Daniel"

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